Wiege

Peter Keler, 1922

 

Die Wiege oder auch Bauhaus-Wiege repräsentiert wie kaum ein anderes Möbel die frühen Bauhaus-Jahre. Diese waren von einem streng formalgeometrischen Gestaltungsansatz geprägt. Gemäß der Farbenlehre von Wassily Kandinsky, ordnete der erst zwanzigjährige Student Peter Keler den geometrischen Grundformen Dreieck, Kreis und Quadrat die Grundfarben Gelb, Blau und Rot zu. Damit transformierte er die Farbenlehre in den dreidimensionalen Raum. Ursprünglich war die Wiege Teil einer kompletten Schlafzimmereinrichtung. Der Mann sollte in einem Bett mit rechtwinkligem Kopf- und Fußteil schlafen, während das Frauenbett von Halbkreisen dominiert wurde. Die Kinderwiege ergänzte die männliche und weibliche Form um das Dreieck. Preis ab 1.845,–*

 

 

*Stand Dez. 2018 - Änderungen und Irrtümer vorbehalten

Peter Keler (1898-1982)

 

Peter Keler studierte zwischen 1921 und 1925 am Bauhaus in Weimar. Er beschäftigte sich in dieser Zeit verstärkt mit Farblehre und Malerei. So besuchte er Kurse bei Johannes Itten, Oskar Schlemmer und Wassily Kandinsky. Keler realisierte in dieser Zeit bereits einige Farbkonzepte für Bauwerke und Innenräume. So zeichnete er u.a. verantwortlich für die Farbgestaltung des Direktorenzimmers von Walter Gropius.  Nach seiner Zeit am Bauhaus arbeitete Keler selbstständig als Maler, Grafiker, Innenarchitekt und Architekt. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde er zudem Professor an der Hochschule für Baukunst und bildende Künste in Weimar.

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