Faltsessel D4

Marcel Breuer, 1926/1927

 

Der Faltsessel D4 (ursprünglich B4) ist in Breuers Augen das Endergebnis eines „genetisch-konstruktiven“ Prozesses, den er mit der Entwicklung  des berühmten Wassily Chairs (B3) begonnen hatte. Im Gegensatz zu seinem Pendant ist der D4 klappbar, und der Materialeinsatz ist auf das absolut Notwendige reduziert. Er lässt sich zwar nicht wie der Wassily Chair über die Kufen schieben, die Leichtigkeit der Konstruktion verleiht dem D4 aber dennoch eine herausragende Beweglichkeit. Zudem beansprucht der Faltsessel nur Platz, wenn er benutzt wird. Ansonsten lässt er sich platzsparend verstauen. Der abermalige Einsatz von Eisengarn - einem strapazierfähigen Baumwollgewebe - für Sitz- und Rückenlehne verleiht dem D4 hohen Sitzkomfort, ohne die gestalterische Klarheit und Leichtigkeit des Entwurfes zu beeinträchtigen.  Preis ab 958,– EUR*

 

 

*Stand Dez. 2018 - Änderungen und Irrtümer vorbehalten

Quelle: Thonet GmbH

Marcel Breuer (1902-1981)

 

Marcel Breuer war von 1920 bis 1924 Student am Bauhaus in Weimar. Ab 1925 übernahm Breuer als Jungmeister die Leitung der Tischlerei am Bauhaus. Später arbeitete er zunächst u.a. in Deutschland und ab 1937 in den USA als selbstständiger Architekt und Designer. Außerdem wurde er Professor für Architektur in Harvard. Schon früh sorgten Breuers Möbelentwürfe aus Holz für Aufsehen. Später widmete er sich vor allem dem neuen Material Stahlrohr. Es heißt, die Idee dazu sei dem begeisterten Radfahrer Breuer beim Betrachten seines aus gebogenem Stahlrohr gefertigten Fahrradlenkers gekommen.

Seine Tätigkeit als Möbel-Entwerfer war die wohl fruchtbarste aller Bauhäusler. Er hinterließ eine große Zahl wegweisender Entwürfe, von denen die meisten heute absolute Klassiker des Möbel-Designs sind. Breuer gilt deshalb zu Recht als eine der zentralen Figuren der Designgeschichte.

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