Leuchte Saturn

nach Josef Albers, 1926

 

Josef Albers studierte von 1920 bis 1923 am Bauhaus in Weimar. Schon vor seiner Gesellenprüfung berief ihn Walter Gropius zum Jungmeister. Er wurde zunächst Werkmeister der Glasmalerei und später der Tischlerei. Zudem erhielt er einen Lehrauftrag als Leiter der berühmten Vorlehre, die maßgeblich die Ausbildung am Bauhaus beeinflusste. Josef Albers' zentraler Ansatz in dieser Vorlehre war die „Ökonomie der Form“, deren zentrale Frage er 1926 selbst so zusammenfasste: „Wie kann ich aus einem Stück Papier ohne Abfall ein schönes Raumgebilde schaffen?“

 

Eine perfekte Antwort lieferte der Albers-Schüler Arieh Sharon im Jahr 1926. Als Student bei Albers entwarf er jene Form, aus der die Firma Tecta später die Saturn-Leuchte entwickelte. Aus einem flachen, zweidimensionalen Stahlblech entsteht ohne jeglichen Verschnitt ein dreidimensionales Objekt. Dank der fast skulpturalen Form des verchromten Stahlblechs, reflektiert die Leuchte das Licht auf außergewöhnliche Weise und lässt so eine einzigartige, fast festliche Lichtstimmung entstehen.

 

Josef Albers sorgte mit den Vorkursen, deren alleiniger Leiter er ab 1928 war, entscheidend für die Durchsetzung der programmatischen Ansprüche des Bauhauses. Er vertrat den klassischen Bauhaus-Ansatz, nach dem die Gesetze jeglicher gestalterischer Tätigkeit gleichermaßen aus der Funktion des Werkstücks wie aus den Gegebenheiten des Materials entwickelt werden müssten.

 

Josef Albers lehrte nach seiner Zeit am Bauhaus an verschiedenen renommierten Hochschulen. Mit seinen Arbeiten und seinem Wirken nahm er starken Einfluss auf die Entwicklung der Kunst, insbesondere der „konkreten Kunst“, im 20. Jahrhundert. Preis 398,– EUR

zurück zur Übersicht