Leuchte WG 24/WA 24

Wilhelm Wagenfeld, 1924

 

Diese Tischleuchte wird oftmals schlicht als die "Bauhaus-Leuchte" bezeichnet. Ein Beleg dafür, dass sich in dieser Leuchte wie in kaum einem anderen Entwurf die Grundsätze des Bauhauses wiederfinden. Durch den Einsatz der einfachen geometrischen Formen Kreis (Lampenfuß), Zylinder (Schaft) und Kugel (Diffusor) folgt der Entwurf der Bauhaus-Prämisse nach größtmöglicher Einfachheit.

Das Design der Leuchte ist deutlich an die Bedingungen industrieller Fertigung angelehnt: Alle funktionalen Elemente der Leuchte sind sichtbar und opale Glasschirme, wie der der Leuchte, wurden zuvor nur für die Beleuchtung in der Industrie eingesetzt. Das lässt die Leuchte - ganz im Sinne der Bauhaus-Idee - zu einer perfekten Symbiose aus Kunst, Handwerk und industrieller Fertigung werden. Auch wenn die ersten Modelle in aufwendiger Handarbeit in der Metallwerkstatt des Bauhauses hergestellt werden mussten.

Wilhelm Wagenfeld entwarf diese Leuchte schon als Student am Bauhaus in Weimar. In einem kooperativen Prozess mit seinem Kommilitonen Carl Jacob Jucker entstanden verschiedene Entwürfe und Prototypen, welche die beiden immer wieder in Details veränderten und zu verschiedenen Gelegenheiten auf Messen und Ausstellungen präsentierten. Heute wird die Leuchte nur noch Wilhelm Wagenfeld zugeschrieben. Die beiden wichtigsten Versionen sind die WG 24 (Fuß und Schaft aus Glas) und WA 24 (Fuß und Schaft vernickelt). WA und WG stehen jeweils für Wagenfeld, die 24 für das Entwurfsjahr. Preis 489,- EUR, Sonderpreis 419,- EUR*

 

 

*Stand Dez. 2018 - Änderungen und Irrtümer vorbehalten

Wilhelm Wagenfeld (1900-1990)

 

Wilhelm Wagenfeld war ein bedeutender Entwerfer des 20. Jahrhunderts und gilt als einer der ersten Industriedesigner überhaupt. Er erkannte früh, dass die serielle industrielle Massenfertigung die Ästhetik im 20. Jahrhundert wesentlich prägen würde. Wagenfeld hatte bereits eine Lehre als Industriezeichner absolviert, als er 1923 als Student ans Bauhaus in Weimar kam. Im Jahr 1925 legte er seine Gesellenprüfung als Silberschmied ab. Ab 1931 wendete sich Wagenfeld verstärkt dem Material Glas zu, aus dem er für verschiedene Hersteller Produkte entwarf. Obwohl er im Verlauf seines Lebens zahlreiche wegweisende Leuchten und andere Gebrauchsgegenstände vornehmlich aus Glas gestaltet hat, stammt sein bekanntester Entwurf aus der Frühphase seines Schaffens: Schon 1924 entwarf Wagenfeld als Student am Bauhaus jene ikonische Leuchte, die bis heute seinen Namen trägt.

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