Satztischset B 9

Marcel Breuer, 1925/1936

 

In seiner Funktion als Leiter der Möbelwerkstatt am Bauhaus Weimar entwickelte Breuer 1925 unterschiedliche Möbel für den Einsatz am Bauhaus. Darunter befand sich auch der Satztisch B9. Im Gegensatz zum etwa gleichzeitig entstandenen Clubsessel B3 „Wassily“, besteht seine Struktur bereits aus einer durchlaufenden Rohrlinie. Dieses für Breuer typische Merkmal findet sich im B9 erstmals. Das Kufengestell leitet sich logisch aus diesem Konstruktionsprinzip ab. Aufgrund der geringen Auflagefläche ist der B9 sehr beweglich und bekommt seine optische Leichtigkeit und Offenheit. Die Möglichkeit, die einzelnen Tische des Sets ineinander zu schieben und zu verschachteln, folgt der Forderung nach möglichst optimaler Raumnutzung. Ursprünglich als Hocker in der Bauhaus-Kantine genutzt, fand er bald auch Verwendung als Beistelltisch in den Studentenapartments und Meisterhäusern des Bauhauses.

 

Satztisch B 9, Thonet, Preis ab 565,- EUR*

 

 

*Stand Dez. 2018 - Änderungen und Irrtümer vorbehalten

Quelle: Thonet GmbH

Marcel Breuer (1902-1981)

 

Marcel Breuer war von 1920 bis 1924 Student am Bauhaus in Weimar. Ab 1925 übernahm Breuer als Jungmeister die Leitung der Tischlerei am Bauhaus. Später arbeitete er zunächst u.a. in Deutschland und ab 1937 in den USA als selbstständiger Architekt und Designer. Außerdem wurde er Professor für Architektur in Harvard. Schon früh sorgten Breuers Möbelentwürfe aus Holz für Aufsehen. Später widmete er sich vor allem dem neuen Material Stahlrohr. Es heißt, die Idee dazu sei dem begeisterten Radfahrer Breuer beim Betrachten seines aus gebogenem Stahlrohr gefertigten Fahrradlenkers gekommen.

Seine Tätigkeit als Möbel-Entwerfer war die wohl fruchtbarste aller Bauhäusler. Er hinterließ eine große Zahl wegweisender Entwürfe, von denen die meisten heute absolute Klassiker des Möbel-Designs sind. Breuer gilt deshalb zu Recht als eine der zentralen Figuren der Designgeschichte.

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