Sessel Barcelona

Ludwig Mies van der Rohe, 1929

 

Der Name des Sessels leitet sich aus seiner erstmaligen Verwendung im Deutschen Pavillon auf der Weltausstellung 1929 in Barcelona ab. Zusammen mit Lilly Reich entwarf Ludwig Mies van der Rohe sowohl das Gebäude als auch dessen sehr reduzierte Einrichtung. Der ursprünglich als MR 90 bezeichnete Sessel war schon damals ein sehr repräsentatives Möbelstück. Im Ensemble mit der Architektur des Pavillons machte er einen sehr minimalistischen Wohnstil populär, der später als „internationaler Stil“ bekannt werden sollte.

 

Der Sessel wird, wie viele andere Entwürfe von Mies van der Rohe, schon seit 1949 von Knoll International gefertigt. Dabei handelt es sich um eine von Mies van der Rohe selbst noch in einigen technischen Details veränderte Variante.  Gestell aus gezogenem und verchromtem Flachstahl mit losen Kissen, Knopfpolsterung und Lederbezug. Preis ab 6.152,– EUR*

 

*Stand Dez. 2018 - Änderungen und Irrtümer vorbehalten

Quelle: Thonet GmbH

Ludwig Mies van der Rohe (1886-1969)

 

Ludwig Mies van der Rohe war von 1930-1933 dritter und letzter Direktor des Bauhauses und einer der bedeutendsten Architekten des 20. Jahrhunderts. Er gilt als einer der Großmeister des „Internationalen Stils“. So finden sich in van der Rohes Lebenswerk einige der wegweisendsten Bauwerke der Architekturgeschichte, wie etwa die Villa Tugendhat im mährischen Brünn (1930), das Farnsworth House in Illinois (1951) oder das Seagram Building in New York (1958).

Seine Möbel entstanden stets im Kontext seiner architektonischen Tätigkeit, so wie der Barcelona Chair für den deutsche Pavillon auf der Weltausstellung in Barcelona (1928) oder der Weißenhof-Stuhl für die gleichnamige Siedlung in Stuttgart. Van der Rohe arbeitete eng mit der ebenfalls am Bauhaus tätigen Innenarchitektin Lilly Reich zusammen. Insbesondere bei seinen Möbelentwürfen ist ihr Beitrag nicht zu vernachlässigen.

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