Stuhl S 33

Mart Stam, 1926

 

Mart Stam experimentierte ab 1925 mit Gasrohrleitungen und entwickelte daraus das Konzept eines frei kragenden Stuhls, der nicht mehr auf vier Beinen steht. Daraus resultierte der Stuhl S 33 (S 34 für den Armlehnstuhl), der erstmals 1926 für die Weißenhofsiedlung in Stuttgart eingesetzt wurde. Er gilt als erster hinterbeinloser Stuhl der Möbelgeschichte. Mart Stam ging es hier allerdings noch nicht um den Sitzkomfort, der sich aus dem federnden Effekt des Stahlrohrs ergibt, sondern um die klaren, reduzierten Formen des Entwurfs. Dennoch inspirierte er mit seiner Arbeit anderen Bauhäusler wie Marcel Breuer und Mies van der Rohe, der dann mit dem MR10 den ersten wirklichen Freischwinger vorstellte.

 

Stuhl S33, Thonet, Preis ab 678,- EUR*

 

*Stand Dez. 2018 - Änderungen und Irrtümer vorbehalten

Das Urmodell des Stuhls S 33

Mart Stam (1899-1986)

 

Mart Stam war ein niederländischer Designer und Architekt. Stam hatte sich durch Beiträge in diversen europäischen Zeitschriften bereits einen Namen innerhalb der architektonischen Avantgarde gemacht, als ihn Mies van der Rohe 1926 einlud, an der Bauausstellung des Deutschen Werkbundes am Stuttgarter Weißenhof teilzunehmen. Dort präsentierte Stam den ersten hinterbeinlosen Stuhl, der aus seinen Experimenten mit Gasrohrleitungen entstanden war. Ab 1928 war Mart Stam als Gastdozent am Bauhaus tätig.

 

Das Konzept des hinterbeinlosen Stuhls war so revolutionär, dass es die Arbeit anderer bedeutender Bauhäusler wie Mies van der Rohe und Marcel Breuer in ihrer Arbeit beeinflusste. Gleichwohl gilt Stam heute als der geistige Vater der ganzen Möbelgattung.

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