Vitrine S40

Marcel Breuer, 1925

 

Bauhaus Möbel werden landläufig mit einem Material in Verbindung gebracht: Stahlrohr. Das ist aber nur die halbe Wahrheit, wie die abschließbare Vitrine S40 beweist. Sie besteht aus zwei einfachen Kuben mit einer Struktur aus furnierter und lackierter Esche, die um 90 Grad zueinander gedreht sind. Die großflächigen Glasfächen sorgen für optische Transparenz und Leichtigkeit. Die S40 kann als eine deutliche Referenz an die moderne Architektur verstanden werden. Für Breuer, der als Student in der Tischlerei des Bauhauses ausgebildet worden war, war die Gestaltung mit Holz dabei keineswegs neu. Schon bevor er begann, mit Stahlrohr zu experimentieren, entwarf er Möbel aus Holz, wie etwa den Lattenstuhl ti 1a von 1922. Und auch in späteren Jahren findet sich der Werkstoff Holz in vielen Arbeiten Breuers wieder.  Preis 3.346,- EUR*

 

 

*Stand Dez. 2018 - Änderungen und Irrtümer vorbehalten

Quelle: Thonet GmbH

Marcel Breuer (1902-1981)

 

Marcel Breuer war von 1920 bis 1924 Student am Bauhaus in Weimar. Ab 1925 übernahm Breuer als Jungmeister die Leitung der Tischlerei am Bauhaus. Später arbeitete er zunächst u.a. in Deutschland und ab 1937 in den USA als selbstständiger Architekt und Designer. Außerdem wurde er Professor für Architektur in Harvard. Schon früh sorgten Breuers Möbelentwürfe aus Holz für Aufsehen. Später widmete er sich vor allem dem neuen Material Stahlrohr. Es heißt, die Idee dazu sei dem begeisterten Radfahrer Breuer beim Betrachten seines aus gebogenem Stahlrohr gefertigten Fahrradlenkers gekommen.

Seine Tätigkeit als Möbel-Entwerfer war die wohl fruchtbarste aller Bauhäusler. Er hinterließ eine große Zahl wegweisender Entwürfe, von denen die meisten heute absolute Klassiker des Möbel-Designs sind. Breuer gilt deshalb zu Recht als eine der zentralen Figuren der Designgeschichte.

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